≡ Menu

Spielregeln für Schach

Zum Schach brauchen wir 2 Mitspieler, ein Schachbrett (8×8 Felder) und einen Satz Schachfiguren.

(Quelle:Google Images)

Unser heutiges Schach ist das Ergebnis einer langen Entwicklung. Entstanden ist Schach in Indien.  Von da aus ging es über Persien und Arabien nach Europa. Jedes Land und jede Zeit hat dieses Spiel weiterentwickelt. So ist die Dame erst im Mittelalter in Europa „erfunden“ worden; das erste europäische Schachbuch (Alfons der Weise, König von Kastilien, ließ es im Jahre 1283 schreiben) kennt diese Figur noch nicht.

Heute ist Schach wohl eines der bekanntesten Spiele für Profis und Amateure, die Literatur über Schach füllt ganze Bücherregale…

Das Schachbrett wird so abgelegt, dass die rechte Ecke auf der Seite jeweils weiß ist.  Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König schachmatt zu setzen, d.h. ihn in eine Situation zu bringen, in der er im nächsten Zug geschlagen wird.

Die Figuren, ihre Symbole und ihre Zugmöglichkeiten sind:

Je 8 Bauern

Die Bauern ziehen ein Feld vorwärts. Ein Bauer kann niemals rückwärts ziehen. Ein Bauer, der noch an seiner Ausgangsposition steht, kann im ersten Zug 2 Felder auf einmal ziehen. Ein Bauer schlägt, indem er das diagonal vor ihm liegende Feld besetzt. Bedroht ein Bauer ein Feld, das vor einem gegnerischen Bauern in seinem Doppelschritt übergangen wird, so kann der Bauer diesen feindlichen Bauern schlagen, als ob dieser nur ein Feld vorgezogen wäre, allerdings nur unmittelbar nach dem Doppelschritt.

Man nennt dies „en passant“ schlagen. Erreicht ein Bauer die gegnerische Grundlinie, so darf er sofort in eine andere beliebige Figur umgetauscht werden, unabhängig davon, ob der betreffende Spieler die Figur noch hat. Theoretisch kann ein Spieler 9 Damen haben, 8 umgewandelte Bauern und die ursprüngliche Dame.

Je 2 Springer

Die Bewegung eines Springers setzt sich aus zwei verschiedenen Bewegungen zusammen. Er zieht ein Feld in gerader Richtung und anschließend  ein Feld in diagonaler Richtung. Ein Springer landet immer auf einem schwarzen Feld, wenn er von einem weißen wegzieht und umgekehrt. Ein Springer beherrscht maximal 8 Felder. Der Springer ist die einzige Figur, die eigene und gegnerische Figuren überspringen kann.

Je 2 Läufer

Ein Läufer zieht beliebig viele Felder diagonal. Ein Läufer ist immer an einen Feldfarbe (schwarz oder weiß) gebunden.

Je 2 Türme

Ein Turm kann beliebig viele Felder senkrecht oder waagerecht ziehen.

Je 1 Dame

Die Dame zieht beliebig viele Felder in senkrechter, waagerechter oder diagonaler Richtung. Sie kann also alle Züge, die die Türme und Läufer auch können.

Je 1 König

Der König bewegt sich mit Ausnahme der Rochade nur um ein Feld in beliebiger Richtung. Er darf nie ein Feld betreten, das von einer gegnerischen Figur bedroht ist.

Die Rochade ist eine Bewegung des Königs und des Turmes. Es ist der einzige Zug, bei dem 2 Figuren bewegt werden. Eine Rochade darf nur durchgeführt werden,

–  wenn der König noch nicht bewegt wurde,

–  wenn der beteiligte Turm noch nicht gezogen wurde,

–  wenn die Felder zwischen dem Turm und dem König frei sind,

–  wenn das Feld, über das der König hinwegzieht, und das Feld, auf das er zieht,    nicht von gegnerischen Figuren bedroht sind.

Die beiden Möglichkeiten der Rochade sind die kurze und die lange Rochade.

Es wird ausgelost, welcher Spieler weiß erhält. Weiß beginnt das Spiel. Es wird immer abwechselnd gezogen und es herrscht Zugzwang. Keine Figur, mit Ausnahme des Springers, darf eine andere Figur überspringen. „Geschlagen“ wird, indem man auf das von einem gegnerischen Stein besetzte Feld zieht. Die geschlagene Figur wird vom Brett genommen. Berührte Figuren müssen gezogen werden. Der Zug ist beendet, wenn die geführte Figur losgelassen wird. Wird ein Zug regelwidrig ausgeführt und der Gegenspieler weist darauf hin, bevor er gezogen, so muss der regelwidrige Zug korrigiert werden. Später kann eine Korrektur nicht mehr durchgeführt werden.

Der König steht im Schach, wenn sein Feld von einem gegnerischen Stein bedroht wird. Der Spieler des bedrohten Königs muss dem im unmittelbar folgenden Zug begegnen. Kann er das nicht, so ist der bedrohte König schachmatt, und der Spieler hat das Spiel verloren.

Ein Spiel endet unentschieden,

– wenn sich beide Spieler auf ein Unentschieden einigen,

– wenn der König des am Zug befindlichen Spielers nicht im Schach steht, der Spieler aber keine seiner Figuren ziehen kann, auch den König nicht,

– wenn ein Zug dreimal wiederholt wurde und der am Zug befindliche Spieler ein Unentschieden verlangt.

So weit die Spielregeln. Auf Turnieren wird oft auch mit einer Zeitvorgabe gespielt. Jeder Spieler muss seine ersten 40 Züge in zweieinhalb Stunden schaffen. Diese Zeitvorgabe erschwert das Spiel, da man sich seine Zeit einteilen muss.

Um mal die Partieaufzeichnungen in Zeitungen zu verstehen, hier mal die üblichen Kurzzeichen und ihre Bedeutung:

O-O = kurze Rochade

O-O-O = Lange Rochade

X = schlägt

+ = bietet Schach

# = setzt matt

! = guter Zug

? = fragwürdiger Zug

 

Viel Spass!

{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

Next post:

Previous post: